Padjelanta – Tag 3

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So sehen sie aus, die kleinen oder größeren Bäche aus denen wir unser Frischwasser beziehen. Zum Kochen oder einfach nur mit der Kuksa( samische Tasse) geschöpft, zum Durstlöschen beim Wandern.

Und so sieht der Weg oft aus, wenn sich das Wasser den einfachsten Abflussweg sucht.

So sieht er aus, wenn der Schnee ihn noch nicht freigegeben hat. Ein bisschen Herzklopfen und Anspannung sind hier Wegbegleiter und das ist auch gut so.

Und wenn die Watstelle zu tief für die Wanderstiefel ist, werden sie gegen die Watsandalen ausgetauscht. Das erfrischt die Füsse bis zur Mitte des Bachs und dann beißen die ca. 6 Grad Wassertemperatur doch spürbar.

An dieser Stelle treffen wir ein total sympathisches deutsches Geschwisterpaar. Sie: „Wir haben bisher nur ein einziges Rentier gesehen.“ Ich: „Dreh dich doch mal um“. Am gegenüberliegenden Hang laufen gerade ca. 1000 bis 2000 Rentiere, wahrscheinlich von Sami zusammengetrieben, über eine Hügelkuppe. Sie: „Oh, ja“.

An der nächsten Hütte, Lahdejokko, hat die Hüttenwartin gerade frisches Fladenbrot gebacken und verrät uns auch noch eine tolle Stelle zum Zelten, wieder mit den Bergen des Sarekmassivs im Hintergrund.

An einem dieser traumhaften Wasserläufe, in den wir bei dem schönen Sonnenschein natürlich hinein müssen. Die letzte Dusche ist lange her.

Aber Vorsicht, ca 50 Meter weiter beginnt der donnernde Canyon.

Kann es einen schöneren Platz für die abendliche Zahnbürste geben?

Mitternacht in Padjelanta

3 Kommentare auch kommentieren

  1. reiselust1711 sagt:

    Was für eine tolle Wanderung in einem sooo ursprünglichen Gebiet! Wenn ich die Zelte und die Ausrüstung nicht gesehen hätte, würde ich annehmen, es wären Bilder von vor mehreren 1000 Jahren! Liebe Grüße aus der Zivilisation Margret

  2. Jupp sagt:

    Volker, herzlichen Dank für die wunderschönen Berichte und Bilder. Für eine kurze Zeit war ich jetzt auch da…🙏

  3. Sibylle Wolffson sagt:

    Du bist wieder daaaa! Wie schön!!! Ich fange gerade an zu staunen 😃👍 GLG

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